Sonntag, 30. April 2017

100 Tage Trump

100 Tage ist er jetzt schon im Amt. Die meisten Amerikaner schreiben das immer noch nicht kapiert zu haben. Er lügt betrügt sieht nachweislich die Unwahrheit aber sie merken es nicht. Wie die Lemminge laufen sie ihm hinterher. Das ist einfach nur zum Haare aus raufen. So blöd können die Leute doch eigentlich nicht sein. 
Dass die Amerikaner nicht die intelligentesten sind ist eigentlich bekannt aber das schlägt dem Fass den Boden aus. Da kann man nur noch mit dem Kopfschütteln und sich fragen was ist aus der Menschheit geworden.

Samstag, 15. April 2017

Ein Schnupfen hätte auch gereicht Kritik

Ein Film über eine Komikerin, die einen Schlaganfall erleidet und sich dann zurück ins Leben kämpfen muss: Depri-Stoff am Karfreitag? Das ist den Zuschauern von RTL offenbar nicht zuzumuten. "Ein Schnupfen hätte auch gereicht", die Verfilmung über Gaby Kösters schweren Schicksalsschlag, ist als Komödie und nicht als Drama angelegt. Leider. Denn nicht die platten Gags, sondern die ernsthaften Momente sind die guten dieses Films.
Das wird gleich zu Beginn klar, als Hugo Egon Balder einen Nasenwitz über Mike Krüger macht: "Da hat Mike ein Näschen für." Oder Anna Schudt als Gaby Köster Sätze sagt wie: "Meine Seite ist überall eine Schokoladenseite. Aber das siehst du nicht, weil du mir ständig auf den Arsch glotzt". Willkommen im Humor der 80er. Noch nerviger ist nur der als Trottel dargestellte Krankenhausdirektor, den selbst Fips Asmussen lustiger angelegt hätte.

Anna Schudt brilliert als Gaby Köster

Dass es sich trotz dieser missglückten Lachsalven lohnt, dran zu bleiben, ist vor allem der Hauptdarstellerin zu verdanken. Schudt, sonst als Kommissarin aus dem Dortmund-"Tatort" bekannt, spielt die Köster so realistisch und einfühlsam, dass die Zuschauer nach wenigen Minuten glauben, sie hätten wirklich Köster vor sich. Die Schauspielerin und gebürtige Badnerin schaffte sich mit einem Trainer sogar den kölschen Dialekt drauf - mit verblüffendem Ergebnis.
Schudt brilliert in den einfühlsamen und dramatischen Szenen des Films. Wie geht es jemandem, der sich nicht mehr selbst im Spiegel erkennt? Einem, der nicht mehr alleine aufs Klo gehen kann? Diese Hilflosigkeit und den damit verbundenen Frust führt die Schauspielerin eindrucksvoll vor.
"Kurz nach dem Koma dachte ich noch: Schön, jetzt haste mal zwei Wochen frei, und dann ist alles wieder juut", sagte Gaby Köster dem stern über ihre Zeit im Krankenhaus. Doch sie irrte sich gewaltig. Der damals 46-Jährigen wurde ein Teil der Schädeldecke entfernt ("Meine Schädeldecke ha'm se beim Käpt'n Iglo eingefroren"). Sie musste sich mühsam zurück ins Leben kämpfen, konnte am Anfang nicht sprechen und sehr lange nicht laufen. Köster wollte mehrfach aufgeben, aber fasste neuen Lebensmut.

"Ein Schnupfen hätte auch gereicht" teilweise nah an der Schmonzette

Es wäre schön gewesen, hätten sich die Macher bei RTL auf diesen Stoff und auf ihre Hauptdarstellerin verlassen. Stattdessen bekommen die Zuschauer nicht nur Klamauk, sondern eine fade und allzu sehr vorhersehbare Nebenhandlung vorgesetzt: Fiese Paparazzi-Fotografen bieten der Physiotherapeutin Geld, wenn sie Fotos der entstellten Köster aus dem Krankenhaus liefert. Die von Gewissensbissen geplagte Frau möchte widerstehen, doch sie hat einen arbeitslosen Mann und ein Kind.
Wäre da nicht Anna Schudt, verkäme "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" zwischenzeitlich zur mit Klamauk gewürzten Rosamunde-Pilcher-Schmonzette.